Kreative Wiederverwendung etabliert sich 
in der Schweizer Architektur

Zwei aktuelle Beispiele von zwei bekannten Namen. Pierre de Meuron renovierte ein Familien-Haus in Basel und der Zürcher Gastronom Rolf Hiltl nutzte die kreative Wiederverwendung für sein neues Restaurant in der Sihlpost.

Pierre de Meuron mit den Architekten Charlotte von Moos und Florian Sauter zum Projekt: «Die Zartheit und den Charme des bestehenden Hauses aus den 1930er Jahren zu erhalten, war unsere Absicht. Wir wollten die bestehende Struktur sanft wiederherstellen. Wir verbanden das Haus sorgfältig mit seiner natürlichen und städtischen Umgebung und vergrösserten es mit einer Verkleidung aus wiederverwendeten Tafeln im neuen Eckturm.»

 

Rolf Hiltl verbindet mit der Sihlpost persönliche Erinnerungen. Vor 15 Jahren beim letzten Umbau hat er spontan entschieden, das Mobiliar zu übernehmen. «Ich erkundigte mich damals bei der Post, was damit geschieht. Als ich erfuhr, dass man alles entsorgt, fragte ich, ob ich es behalten dürfe.» Nun kehrt das Mobiliar wieder dorthin zurück: Als Bar-Theke dienen die original Post-Theken aus den 1930er-Jahren und auch die Postfächer von damals werden eingesetzt. Innenarchitektin: Ushi Tamborriello